Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
Sie sind momentan nicht angemeldet (anonymer Benutzer) Anmelden
 

 Alben


StartseiteStartseite    SucheSuche    DruckenDrucken    Anmelden - Benutzer: anonymAnmelden    Lesezeichen hinzufügenLesezeichen hinzufügen

Treffer 551 bis 600 von 612

    «Zurück «1 ... 8 9 10 11 12 13 Vorwärts»

   Vorschaubild   Beschreibung   Elemente   Verknüpft mit 
551 Tümpling
»Tümpling. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Camburg an der Saale, der mit Cuno von Tümpling, Kastellan der Wettinischen Burg Camburg, 1337 urkundlich (vergl. Boehme, Urk.-Buch des Klosters Pforte, Teil 1, 2. Halbband, S. 511, Halle 1904) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Dyte (Time) von Tumplik 1346 beginnt. - Wapen: In von Rot und Silber gespaltenem Schilde 2 aufgerichtete, einander zugekehrte, gezahnte Kampfsicheln verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende, laub-bekränzte Jungfrau in von Silber und Rot gespaltenem Gewande, die in den erhobenen Händen rechts eine rote, links eine silberne Sichel hält.« (S. 761, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
552 Uechtritz
»Uechtritz (Uechtritz und Steinkirch). Evangelisch. - Meißnischer Uradel der mit Gebhard de Uchtritz als Zeugen der Grafen von Osterfeld 1292 urkundlich (vergl. Schöttgen und Kreyßig, II, 385, Nr. 46) zuerst erscheint und schon früh in 4 Stämmen auftritt, von denen Stamm D erloschen ist und deren Zusammenhang nicht genau feststeht. - Wappen: In von Silber und Blau gespaltenem Schilde 2 aufwärts-geschrägte goldene Schlüssel. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 von Silber und Blau übergeteilte Büffelhörner.« (S. 527, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
553 Unruh
»Unruh (Unruhe, Unrug). Evangelisch und katholisch. - Uradel unbekannten Stammhauses, der mit Conradus dictus Unruwe 10. Dezember 1297 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden, abgedr. im Mühlhäuser Urk.-Buch) zuerst erscheint und in Schlesien mit Hans Vnru Glogau 21. Dezember 1313 urkundlich (vergl. Grünhagen, Schles. Regesten III. 3386) die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold ein roter Löwe. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 3 silberne Straußenfedern.« (S. 502, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
554 Urach
»Urach (des Stammes der Grafen von Württemberg). Katholisch. Stammvater ist Wilhelm Herzog von Württemberg, * 27. Dezember 1761, + 10. August 1830 (s. I. Abt. A, Württemberg, V. Linie); x 23. August 1800 mit Wilhelmine von Tunderfeldt-Rhodis, * 18. Januar 1777, + 6. Februar 1822, der auf die Nachfolge 1. August 1801 verzichtete; sein Sohn Wilhelm Graf von Württemberg, * 6. Juli 1810, kath. seit 1867, + 17. Juli 1869, wurde württembergischer „Herzog (primog.) von Urach“ (württ. Schwarzwaldkreis) mit „Durchlaucht“, seine übrigen Nachkommen, unter Beibehalt des Namens Grafen bzw. Gräfinnen von Württemberg, württembergische Fürsten bzw. Fürstinnen von Urach mit „Durchlaucht“ 28. Mai 1867 (Diplom Stuttgart 10. Jan. 1868). - Wappen (1868): Gespalten; rechts in Gold 3 schwarze Hirschstangen, die beiden obersten zu je 4, die unterste zu 3 Enden (Stammwappen), links in Gold 3 schreitende schwarze Löwen mit roter Vorderpranke übereinander. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein gold-beschlagenes rotes Hifthorn mit gold-gerandeter blauer Schnur, dessen Mundloch mit 3 blau-silbern-roten Straußenfedern besteckt ist. Schildhalter: Rechts ein schwarzer Löwe, links ein goldener Hirsch, beide einwärts-sehend. Herzogskrone und -mantel.« (S. 414, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
555 Uslar-Gleichen
»Uslar-Gleichen. Niedersächsischer Uradel, der mit Hildebrandus und Alvericus de Huslere in dem Güter- und Ministerialienverzeichnis des Grafen Siegfried von Bomeneburg 1129-35 urkundlich (vergl. Kindlinger, Münstersche Beiträge zur Gesch. Deutschlands III, Abt. 1, Urkunden, S. 36-37) zuerst erscheint. Seit 1129 im Besitz von Uslar am Solling, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz von Gleichen (Ruine) bei Göttingen. - Hannoversche Namenvereinigung als „von Uslar-Gleichen“ durch Ministerialerlaß vom 9. April 1825; hannoversche Bestätigung des Freiherrenstandes Hannover 13. Mai 1847 (für die in Hannover ansässigen Familienmitglieder und deren Nachkommen); Eintragung der die Königlich sächsische Staatsangehörigkeit besitzenden Familienmitglieder, als „Deutscher Uradel und Freiherren“ in das Adelsbuch des Königreichs Sachsen 9. Sept. 1903. - Wappen (1847): In Silber ein oben 3mal, unten 2mal gezinnter roter Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwischen offenem, je mit dem roten Balken belegten silbernen Fluge ein vorwärts-wachsender nackter, bärtiger, um Kopf und Hüften grün-bekränzter, wilder Mann, mit beiden Händen die Flügel erfassend.« (S. 686, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 78. Jg. 1928) 
 
556 Veltheim
»Veltheim. Lutherisch. - Sächsischer Uradel, der mit Bertrammus et Ludolfus, milites, fratres dicti de Veltem 1. März 1303 urkundlich (Staatsarchiv in Magdeburg, Cop. 803, Bl. 29) zuerst erscheint; Heinrich, 1326, 1360, ist gemeinsamer Stammvater der beiden Linien. (Die Abstammung von den mit den Brüdern Adelgot de Velthem, Grafen zu Osterburg, 1087, Lautfried de V., 1068, und Burchardus de V., Bischof zu Halberstadt, * 1028, + 7. April 1088, zuerst genannten Grafen von Veltheim und Osterburg ist fraglich, wenn sie auch im preuß. Grafendiplom anerkannt worden ist.) - - Wappen (Stammwappen): In Gold 2 schwarze, von je einem silbernen Streifen durchzogene Balken. Später geviert; 1 und 4 Stammwappen, 2 und 3 in Gold ein aufrechter, oben gestümmelter roter Baumast mit einem roten Blatt an jeder Seite (v. Samptleben). Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein rotes Kissen mit goldenen Quasten zwischen 2 wie der Schild bezeichneten Büffelhörnern (v. Lüchow).« (S. 534, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
557 Versen
»Versen. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradelmit dem Stammhause Veerßen bei Ülzen, der mit Alexander de Versne 10. Juli 1217 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Band I, S. 221, Nr. 236) zuerst erscheint und mit Konrad, 1281-1313, Ritter, Herrn auf Burzlaff und Mandelatz, Rat des Herzogs Bogislaw VI., die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau schrägrechts ein geflügelter gekrönter silberner Fisch mit goldenem Ringe im Maule. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 3 rote Rosen an grün-beblätterten Stengeln.« (S. 517, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
558 Vietinghoff
»Vittinghoff (Vietinghoff). Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark mit gleichnamigem Stammhause bei Essen an der Ruhr, der in der Stammheimat mit Heinricus de Vitighofen, Theodoricus et Winnimarus fratres ejus 1230 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 271) zuerst erscheint und in den Ostseeprovinzen, wohin eine Linie im 14. Jahrhundert übersiedelte, mit Arnold von Vietinghoff, 1342 Komtur von Marienburg, auftritt. - Wappen (Stammwappen): In Silber ein mit 3 goldenen Münzen belegter schwarzer Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein schwarzer Turnierhut mit rotem Umschlag, darauf ein nach rechts springender, eine goldene Münze im Rachen tragender natürlicher Fuchs.« (S. 617, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
559 Voß
»Voß (Voß-Wolffradt). Lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Johannes Vulpes, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, Ritter und Rat des Fürsten Nikolaus von Werle, als Zeugen in einem Vergleiche zwischen dem Kloster Dargun und der Stadt Malchin 15. Mai 1253 urkundlich (vergl. Meckl. Urk.-Buch, Nr. 721) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein springender roter Fuchs. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Fuchs wachsend. - - Preußische Genehmigung zur Namen- und Wappenvereinigung als „von Voß-Wolffradt“ 6. Juni 1905, Wappen (1905): Geviert; 1 und 4 = Voß, 2 und 3 gespalten, rechts von Gold und Schwarz geschacht, links in Rot auf grünem Rasen ein aufgerichteter natürlicher Wolf der ein goldenes Rad hält (Wolffradt). 2 Helme; rechts = Voß, links mit rot-goldenen Decken der Wolf zwischen 2 auswärts-geneigten gold-gestielten Hellebarden, die mit befruchteten Weinreben umrankt sind (Wolffradt).« (S. 636 & 637, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
560 Waldburg
»Waldburg. Katholisch. - Schwäbischer (hochfreier) Uradel, der mit Ebirhardus de Tanne (heute Alttann, Gem. Wolfegg, württ. Oberamt Waldsee) um 1170 urkundlich (Orig. im Archiv Hechingen, abgedr. im Württ. Urk.-Buch II, 138) zuerst erscheint. Welfische und staufische Kriegsdienstmannen, als ministeriales im Gefolge Friedrich I. 1187 urkundlich (a. a. O. II, 249 und C. F. Stälin, Wirt. Gesch. II, 440); pincerna de Tanne 1197 (s. Württ. Urk.-Buch II, 321); Erwerbung von Wolfegg (Oberamt Waldsee), um 1200; dapifer (Truchseß) 1214 (a. a. O. III, 11); Erwerbung von Waldsee 1240, von Trauchburg 1306, von Zeil 1337. - Truchseß von Waldburg 1419; Reichsfreiherr Ulm 4.Juli 1502; Reichserbtruchseß 1525 (endgültig 1594); württembergischer Reichserb-Oberhofmeister 23. Juli 1808 (für den jedesmaligen Senior des Gesamtgeschlechtes). - Wappen (Stammwappen): In Gold 3 schreitende schwarze Löwen. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein gold-bequastetes rotes Kissen, darauf ein natürlicher Pfauenwedel; hinter dem Wappen rechts eine schrägrechts-gestellte Standarte mit dem Schildbild.« (S. 326, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
561 Waldeck
»Haus Waldeck. Evangelisch. - Stammvater: Widukind III. Graf von Schwalenberg, 1116 bis 1137; Erwerb des Schlosses Waldeck um 1150, des Schlosses Wildungen und Zubehör (vom Erzbistum Mainz verpfändet) um 1290. - Reichsgraf zu Waldeck Köln 14. Februar 1349, bestätigt 22. Juni 1548; Ererbung der Grafschaft Pyrmont 1631; Verleihung des Titels „Hoch- und Wohlgeboren“ Wien 25. Februar 1627; Erbansprüche auf die Grafschaft Rappoltstein (im Oberelsaß) und die Herrschaften Hohenack und Geroldseck (ebenda) infolge der Ehe (2. Juli 1658) des Grafen Christian Ludwig, * 29. Juli 1635, + 12. Dezember 1706, mit Anna Elisabeth von Rappoltstein, * 7. März 1644, + 6. Dezember 1676, nach dem 28. Juli 1673 erfolgten Tode ihres Oheims, des letzten Grafen von Rappoltstein. Die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen (Halbbrüdern) des Christian Ludwig Grafen zu Waldeck-Eisenberg, Pyrmont und Rappoltstein (s. o.). - Wappen (Stammwappen): In Gold ein 8strahliger schwarzer Stern. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein beiderseits mit dem Stern belegter goldener Adlerflug.« (S. 113, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
562 Waldenfels
»Waldenfels. Fränkischer Uradel, auch Wallenfelß genannt, vermutlich eines Stammes mit den Förtschen von Thurnau, der mit Eberhard von Waldenfels 14. Dezember 1260 urkundlich (liber priv. Bamberg. A I. und Reitzenstein, Regesten der Grafen von Orlamünde, S. 90) als Schiedsrichter zwischen Bischof Berthold von Bamberg und den Grafen von Orlamünde zuerst erscheint und mit Reiwin 16. Mai 1318 urkundlich (bayr. Haupt-Staatsarchiv München) die sichere Stammreihe beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Gebürg, zugehörig. - Wappen: In Blau ein linkshin springendes silbernes Einhorn. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken das Einhorn sitzend.« (S. 624, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
563 Walderdorff
»Walderdorff. Katholisch. - Rheinischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause am Westerwald, der mit Gottfried Waldorfius 1198 urkundlich (Hontheim, Hist. Trevir., Teil I, S. 706) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Wilderich von Walderdorff um 1300 beginnt. - Reichsfreiherr Wien 1. September 1663 (für die Brüder Wilderich, kurmainz. Geheimen Rat und Reichs-Vizekanzler, und Georg Friedrich von Walderdorff); Reichsgraf Wien 20. Januar 1767 (für Franz Philipp Freiherrn von Walderdorff, Kaiserl. und kurtrier. Geheimen Rat). - - Wappen (1767): Geviert; 1 und 4 in Schwarz ein einwärts-gewendeter gold-gekrönter Löwe, dessen obere Hälfte rot, die untere silbern ist (Stammwappen), 2 und 3 in Silber 2 rote Balken (Nieder-Isenburg). Grafenblätterkrone. Schildhalter: 2 widersehende gold-gekrönte wie im Schild bezeichnete Löwen.« (S. 629, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
564 Waldow
»Waldow (Waldow und Reitzenstein). Uradel des bayrischen Nordgaus, der mit dem Reichsministerialen dominus Volricus de Waldowe in einer undatierten Urkunde um 1223 (Orig. im Bayr. Hauptstaatsarchiv München, Gerichtsurk. Herrschaft Ortenburg, fasc. 1, Nr. 1) und Ulricus de Waldauwe 13. Januar 1224 urkundlich (a. a. O., Klosterurkunden Prüfening, fasc. 10) zuerst erscheint und seinen Namen von der im Juli 1213 begonnenen Burg (heute Waldau, Bez.-Amt Vohenstrauß, Oberpfalz) nimmt. Eines Stammes mit den + Waldthurn, Pleystein und Hostau, seit 1545 in der Stammesheimat im Mannesstamme erloschen. Wahrscheinlich stammt das Geschlecht von Heinrich de Vohburg 1151 ab (a. a. O., Traditionsbuch Kloster Geisenfeld, Klosterliteralien). Einwanderung des heute blühenden Stammes in die Mark Brandenburg mit Ritter Hentzlinus de Waldow 4. bzw. 9. August 1350 als Mitglied des bayrisch-brandenburgischen Heeres, der vorher als Herr auf Rothenstadt (Juli 1344), Bezirks-Amt Neustadt an der Waldnaab (Anfang März 1348 von Kaiser Karl zerstört), genannt wird. Erstes Auftreten in der Mark 5. August 1351 urkundlich (Orig. im Preuß. Geheimen Staatsarchiv Dahlem, Rep. 78a, Nr. 5, fol. 67, Rückseite); Hentzlinus erscheint ferner Spandau 9. Juli 1352 als Marschall des Markgrafen Ludwig des Römers a. d. H. Wittelsbach (Stadtarchiv in Berlin, Pergament 8, L., Nr. 5 [1029] und Riedel B. 2, 346). Die ununterbrochene sichere Stammreihe beginnt mit Hans von Waldow, Ritter, 1416-51. - Wappen (ältestes Siegel von 1359 und in der Mark von 1402): a) ursprünglich = Waldthurn: Hinter Zinnenmauer oder auch auf einem Dreiberg ein Wehrturm; b) seit etwa 1300 durch Ererbung das Wappen der vor 1289 + Ruprechtstein: In Rot ein schrägrechts liegendes silbernes Pfeileisen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit 7 silbernen Straußenfedern besteckter schwarzer Turnierhut.« (S. 585, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939) 
 
565 Wallmoden
»Wallmoden. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel, mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Goslar, der mit Tidelinus (Tiedel) de Walmoden in einer Schenkungsurkunde Herzog Heinrichs von Sachsen und Bayern Goslar 3. Juni 1154 urkundlich (s. Orig. Guelf., Band III, 451) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. - - Wappen: In Gold 3 (2, 1) nach links springende schwarze Steinböcke. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 2 mit Goldfäden umwundene schwarze Bockhörner.« (S. 554, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
566 Wallmoden-Gimborn
»Wallmoden-Gimborn. (Im Mannesstamme erloschen.) Lutherisch. - - Reichsgraf mit dem Prädikat „Wohlgeboren“ d. d. Wien 27. April 1781; Erwerbung der reichsständischen Herrschaft Gimborn (Kr. Gummersbach in Rheinpreußen) 1782, Namen- und Wappenvereinigung mit denen der Gimborn d. d. Wien 17. Januar 1783; kurbraunschweig-lüneburgische Anerkennung 25. Juni 1783; „Erlaucht“. (primog.) 13. Februar 1829.« (S. 263, Gotha. Genealog. Hofkalender, 132. Jg. 1892) 
 
567 Wangenheim
»Wangenheim. Lutherisch. - Thüringischer Uradel, der mit Bertohus de Wangenheim 1170 urkundlich (Wenk, Hess. Landesgesch. III, Urk.-Buch LXXX, S. 77) zuerst erscheint; die Stammreihe wird auf dessen vermutlichen Vater Ludwig, 1133 zurückgeführt. - Das Geschlecht wurde 31. August 1842 in die bayerische Adelsmatrikel bei der Freiherrenklasse eingetragen, durch Ministerialerlaß Gotha 7. August 1855, 8. Februar 1856 und 22. Mai 1858 im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, durch Ministerialerlaß Hannover 2. August 1856 im Königreich Hannover als freiherrlich anerkannt sowie in das sächsische Adelsbuch unter Nr. 386 als „Deutscher Uradel und Freiherr“ im September 1911 eingetragen; preußischerseits wurde laut Veröffentlichung vom 17. Januar 1872 den 1869 in der preußischen Armee stehenden 17 Mitgliedern des Geschlechts und dem Besitzer von Neu-Lobitz mit seinen Brüdern die Führung des Freiherrentitels genehmigt. - - Wappen (Stammwappen, ältestes Siegel von 1219 mit den Zwillingsbalken allein): Gespalten; rechts in Silber ein springendes rotes Windspiel, links in Gold 3 schwarze Zwillingsbalken. Auf dem Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-goldenen Decken ein hermelingestulpter roter Hut zwischen offenem, rechts rotem, links silbernem Fluge.« (S. 631, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
568 Wartensleben
»Magdeburgischer Uradel, der mit Baldewin de Werdesleve als Zeugen des Klosters Althaldensleben 1270 urkundlich (Behrends Neuhaldenslebensche Kr.-Chronik Band 2, S. 620) zuerst erscheint. - Wappen (1706, 1745): Unter von Gold und Silber gespaltenem Schildeshaupte, darin ein schwarzer Doppeladler, dessen linker Flügel mit goldenem Kleestengel belegt ist, in Gold ein aus grünem Busche über grünem Boden aufspringender roter Wolf (Stammwappen). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-silbernen Decken ein offener schwarzer Adlerflug, dessen linker Flügel mit goldenem Kleestengel belegt ist, auf dem mittleren mit rot-goldenen Decken der Wolf zwischen 2 nach auswärts geneigten Pfauenschweifen (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-goldenen Decken ein mit einem blauen Bande 2mal umwundener silbern-bekleideter Frauenarm.« (S. 639, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
569 Watzdorf
»Watzdorf. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigen Stammhause bei Rudolstadt, der mit Heidenricus de Watsdorf 1261 urkundlich (Orig. im Landesarchiv Sondershausen unter Urk. des Klosters Paulinzella Nr. 11, Reposit. XII, Kasten 13) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. - Wappen: Von Gold und Schwarz gespalten. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 2 Büffelhörner, ein schwarzes und ein goldenes, jedes mit 4 aus je 3 Federn bestehenden Pfauenspielen besteckt.« (S. 544, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
570 Wechmar
»Wechmar. Evangelisch und lutherisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Gotha, der mit Sinoldus de Wechmar 1170 urkundlich (vergl. Wenk, hess. Landesgesch. III. Urk.-Buch, p. 77) auftritt und mit Reinhard von Wechmar 1400 die ununterbrochene Stammreihe beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Rhön-Werra, zugehörig. - Wappen (Stammwappen): In Silber 2 rechts-gekehrte rote Spitzen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 Gemshörner, das rechte silbern, das linke rot.« (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
571 Wedel
»Wedel (Wedel-Parlow, Wedel-Burghagen). Evangelisch. - Stormarnscher Uradel, der mit Heinricus, Hasso und Reinbernus de Wedele 1212 mit dem Geschlechtsnamen urkundlich (vergl. Urk.-Buch zur Gesch. des schloßges. Geschl. der Grafen und Herren von W., bearb. und herausgegeb. von Heinrich von W., Band I, Leipzig 1885) zuerst erscheint und dessen Abstammung auf Heinrich, Vogt des Klosters Neumünster, zu Ottenbüttel, erwähnt 13. September 1149, zurückgeführt wird. Seit 1240 in Pommern schloßgesessen, tritt das Geschlecht früh in drei Stämmen auf, deren Zusammenhang nicht näher feststeht - Verleihung des Präsentationsrechts zum ehemaligen preußischen Herrenhaus 22. Dezember 1856; preußische Genehmigung der einheitlichen Schreibweise "von Wedel" Potsdam 10. August 1893. - Wappen: In Gold ein schwarzes Richtrad mit 16 scharfgezahnten Zacken und 8 Speichen. Später erscheint statt der Radnabe ein Kopf und endlich ein Mannesrumpf in von Schwarz und Rot gespaltenem Gewande mit gleichfarbigem Hute innerhalb der gezahnten Radfelge. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken der Mannesrumpf wachsend.« (S. 561, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
572 Weltzien
»Weltzien. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Lübz, der mit Deneke de Weltzin, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 12. Februar 1270 urkundlich (Orig. im Geh.- u. Staatsarchiv in Schwerin; abgedr. im Meckl. Urk.-Buch Nr. 1180) zuerst auftritt. - Wappen: In Silber eine schrägliegende geflügelte rote Pferdebremse. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 648, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
573 Wense
»Wense. Evangelisch und katholisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Fallingbostel (Lüneburger Heide), der mit Johann von Wense, famulus, als mit Wense belehnt, 1330 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv in Hannover, abgedr. in Lenthes Archiv) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Otto von der Wense, Herrn auf Wense, 1367, + vor 1408, beginnt. - Wappen: In Gold ein schwarzer Balken, später mit einer goldenen Weinrebe belegt. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken eine goldene und eine schwarze Straußenfeder.« (S. 554, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
574 Werder
»Werder. Evangelisch. - Märkisch-magdeburgischer Uradel, der mit Busso von dem Werder 1369 urkundlich (s. Gercken, Codex dipl. VII, S. 462) und mit den Brüdern Albrecht, Henning und Fritz sowie ihren Vettern Busso und Konrad von dem Werder im ersten Lehnbuch der Magdeburgischen Erzbischöfe, 1368-80 (vergl. Dr. Gustav Hertel „Die ältesten Lehnbücher der Magdeburg. Erzbischöfe“, Halle 1883) erwähnt wird. - Wappen: In Blau ein mit 3 silbernen Lilien belegter, oben von 4, unten von 3 goldenen Sternen begleiteter roter Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken ein mit 3 silbernen Lilien belegter roter Pfahl zwischen offenem, von Rot und Blau geteilten Fluge.« (S. 779, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
575 Werthern
»Werthern. Thüringischer Uradel, der mit Heroldus de Wirthere 1209 urkundlich (Walkenrieder Urk. Nr. 70, vergl. Gesch. d. Geschl. der Grafen und Freiherren von Werthern, 3 Teile, Erfurt) zuerst erscheint und mit Friedrich von Werthern, + 1346, die Stammreihe beginnt. - Anerkennung (Redintegration) des Herrenstandes Dresden 3. Dezember 1711 (im kursächs. Reichsvikariat für das Gesamtgeschlecht). - - Wappen (Stammwappen): Geviert; 1 und 4 in Gold ein gekrönter roter Löwe, 2 und 3 in Schwarz ein schrägrechter goldener Baumast, oben mit 2, unten mit einem grünen Blatt. Auf dem gekrönten Helme mit rechts rot-goldenen, links schwarz-goldenen Decken ein wachsender, gekrönter silberner Bär mit goldenem Halsband, die Krone mit 3 (rot, golden, schwarzen) Straußenfedern besteckt.« (S. 589, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
576 Westernhagen
»Westernhagen. Evangelisch und katholisch. - Eichsfeldischer Uradel aus der „goldenen Mark“ von Duderstadt, der mit Conradus und Hermannus de Indagine, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1258 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv in München) zuerst erscheint. Der Name wechselte zwischen de Indagine, von Hagen, von Hayn und, nachdem um 1300 östlich der um 1123 erbauten alten Wasserburg Hagen bei Berlingerode eine zweite Burg (Osterhagen) bei Hundeshagen erbaut worden war, von Westernhagen. - Wappen: In Blau ein aufrechter silberner Leopard. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 4 goldene Hiebfänger (später Pfeile), von denen 2 pfahlrecht gestellt sind, zwei balkenweise liegen und mit natürlichen Pfauenfederbüscheln besteckt sind.« (S. 562, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
577 Wickede
»Wickede. Lutherisch. - Eines Stammes und ursprünglich auch Wappens mit dem um 1230 (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 68) zuerst auftretenden Dortmunder Erbsassengeschlecht von Wickede mit gleichnamigem Stammhause bei Dortmund, das in einem Zweige Anfang des 14. Jahrhunderts nach Lübeck kam, und dort der adeligen Zirkelgesellschaft angehörte. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit dem proconsul lubecensis Hermannus de Wickede, * 1290. + Lübeck 29. Januar 1367, Herrn auf dem Löwenhofe (heute Alt-Lauerhof) bei Lübeck, vermutlich einem Sohn des Gotsalcus de Wickede, 1304 urkundlich (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 289 u. 298). Everhard von Wickede erscheint unter Knappen mit ritterbürtigen Bürgen 1. September 1348 urkundlich (vergl. Lübecker Urk.-Buch, S. 839, Nr. 2) und Segebodo von Wickede, als Sohn des obigen Hermann 15. August 1348 urkundlich (Lübecker Oberstadt-Buch) erwähnt, wird Mitte des 14. Jahrhunderts als Ritter des Deutschen Ordens in Thorn genannt (vergl. Gesch. des altadelig. Geschl. von Wickede, verfaßt von Vollrad v. W., neu bearb. von Hermann v. W., Rostock 1900). Aufnahme in die mecklenburgische Ritterschaft seit 1702. - Wappen: Ursprünglich ein Schrägrechts-Balken (Siegel vom 23. Jan. 1403, Lübecker Staatsarchiv, Varia, Nr. 227); seit etwa 1430 (ähnlich dem der Dortmunder Sudermann): Geteilt, oben in Gold ein wachsender schwarzer Adler, unten in Blau ein goldener Sparren. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken 2 nach vorn gebogene schwarze Hörner (Wallroßzähne), je belegt mit 2 goldenen Sparren.« (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
578 Wiedebach
»Wiedebach (Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf). Evangelisch. - Lausitzer Uradel, der mit Ulricus und Sifridus de Wydebach 10. Juli 1275 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint und in zwei Stämmen, deren Zusammenhang nicht näher feststeht, blüht. - Wappen: In Silber ein blauer Adler mit silbernem Halbmonde auf der Brust. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 (silbern, blau, silberne) Straußenfedern. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung Berlin 6. August 1834; Wappen (1834): 1 und 4 wie Stammwappen; 2 und 3 (Nostitz) in Blau 2 nebeneinandergestellte, von Rot und Silber geschachte Hörner. 2 Helme; rechts wie Stammwappen, auf dem linken rot-silbern bewulsteten mit gleichen Decken 2 rot-silbern geschachte Büffelhörner.« (S. 784 & 785, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
579 Winckel
»aus dem Winkel. Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, eines Stammes mit den von Krosigk und den 1727 erloschenen Köler, der mit Karle von Crozuck ut dem Winkele Mittwoch nach Quasimodogeniti 1339 urkundlich (s. Lehnbuch des Fürsten Bernhard zu Anhalt im Staatsarchiv in Zerbst, abgedr. bei Freiherr v. Mansberg, Erbarmanschaft Wettinischer Lande, Band IV) zuerst erscheint und dessen Stammreihe von der derer von Krosigk mit Kurt aus dem Winkel 1384 abzweigt. - Wappen: In Silber 3 rechtshin quer übereinander liegende rote Pflugscharen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete, nach außen geschrägte, abgewendete rote Pflugscharen.« (S. 594, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
580 Windisch-Graetz
»Windisch-Graetz. Katholisch. - Uradel, der vermutlich eines Stammes mit denen „von Diengen“ ist, die aus der bayerischen Grafschaft Wolfratshausen stammen und als Dienstmannen der Grafen von Andechs in deren innerösterreichische Besitzung Windisch-Graetz kamen; Wernhardus de Graeze, miles, tritt 1218-22 urkundlich (Steiermärk. Urk.-Buch II, 291, Nr. 201) daselbst auf. Nach Schenkung von Windisch-Graetz an das Patriarchat von Aquileja 1251 trat das Geschlecht zur Ministerialität von Aquilaja, nach Einnahme von Windisch-Graetz durch König Ottokar II. von Böhmen als Herzog von Steiermark zur steierischen Dienstmannschaft über. Die sichere Stammreihe beginnt mit Konrad von Windisch-Graetz 1299, tot 1339, Landesverweser in Steier 1323. - Reichsfreiherr zu Waldstein und im Thal Wien 7. Juli 1551 (für die Brüder Erasmus, Stammvater des blühenden Hauses, und Pankraz, sowie ihre Vettern die Brüder Sebastian und Jacob von Windisch-Graetz); Wappenbesserung Wien 21. November 1557 (für dieselben); Reichsgraf Wien 24. November 1557 (für die vorgenannten Erasmus und Pankraz); Erblandstallmeister von Steiermark 27. Juni 1565; ungarisches Indigenat 19. Juli 1655; Reichsgraf Frankfurt am Main 2. August 1658 (für Gottlieb von Windisch-Graetz, Freiherrn von Waldstein und im Thal); Aufnahme in das fränkische Reichsgrafenkollegium (als Personalist) 28. Januar 1684; böhmisches Inkolat 26. März 1689; Großes Palatinat Wien 14. Februar 1730. - Die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Grafen Joseph Niklas, + 24. Januar 1802. - Wappen (Stammwappen): In Rot Kopf und Hals eines gold-bezungten silbernen Wolfs. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 332, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
581 Winterfeld
»Winterfeld(t). Evangelisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Salzwedel, der mit Adam von Winterfeld 1291 urkundlich (Orig. im Stadtarchiv zu Greifswald) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ditrich, Herrn auf Dalmin, um 1380-1420 beginnt. Schloß- und burggesessen in der Prignitz. - Wappen: In Blau ein über eine gebundene goldene Garbe springender natürlicher Wolf. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken der Wolf wachsend zwischen 2 gepanzerten Armen.« (S. 582, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
582 Witzleben
»Witzleben (Witzleben-Normann, Ziegler Witzleben). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stadtilm, der mit Adelherus und Berbato de Wiceleibe 1133 urkundlich (Orig. im Archiv in Rudolstadt) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermann von Witzleben 1251 beginnt. - Wappen: Dreimal von Silber und Rot im gestürzten Sparrenschnitt geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Hut mit aufgeschlagener, hermelinverbrämter Krempe, aus der 2 nach außen stehende, schwarze Schäfte hervorragen, die zu beiden Seiten mit je 4 roten Blättern und oben mit 5 abwechselnd roten und silbernen Straußenfedern besteckt sind. Die Liebensteiner (jetzt Oldenburger) II. Linie führt einen 2. gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken, auf dem Kopf samt Hals eines gold-bewehrten natürlichen Geiers mit goldenem Halsband zwischen rechts 2, links 3 silbern und rot-gespaltenen Fähnlein an roten Stangen hervorwächst.« (S. 614, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
583 Woedtke
»Woedtke. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Goerke, vermutlich eines Stammes mit den wappengleichen von Kleist, der mit Dubislaus de Wotike als Gründer der Stadt Plathe 8. Juli 1277 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch Band II, Nr. 1069) zuerst erscheint und mit Joachim auf Woedtke und Zirkwitz die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein von 2 flüchtigen roten Füchsen begleiteter roter Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 fächerförmig auf 3 (silbern, rot, silberne) Rosen gestürzte Knebelspieße mit goldenen Stielen und silbernen Eisen.« (S. 660, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
584 Wolffersdorff
»Wolfersdorff (Wolfersdorf, Wolffersdorff). Evangelisch. - Vogtländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weida, der mit Bruno de Wolfimsdorf, miles, 20. Februar 1282 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Hans von Wolffersdorff um 1400 beginnt. - Wappen: In Gold ein springender schwarzer Wolf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein sitzender gekrönter schwarzer Wolf, dessen Krone mit 3 (schwarz, golden, schwarzen) Straußenfedern besteckt ist.« (S. 609, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
585 Wülcknitz
»Wülcknitz. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Köthen, der mit Albertus de Wolkenitz 16. Dezember 1330 urkundlich (Cod. dipl. anhalt., Band V, S. 334, Nr. 584a, herausgeg. von v. Heinemann) zuerst erscheint und mit Albrecht von Wulcknitz, + vor 1472, Herrn auf Krüchern und Mosigkau, die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Wolkenitz, Wulkenicz, Wulcknitz, Wülkeniz und Wülcknitz. - Wappen: In Silber ein querliegender, oben und unten stumpfgeasteter, brauner (grüner) Baumstamm, an dem oben fächerartig 3 grüne Weinblätter hervorgehen. Auf dem gekrönten Helme mit grün-silbernen Decken die 3 Weinblätter (auch das ganze Schildbild).« (S. 619, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
586 Wulffen (schwarzer Wolf)
»Wulffen (Magdeburg). Evangelisch. - Anhaltisch-magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Cöthen, der mit Bernhardus de Wolve et frater ejus Gero unter den Schöffenbarfreien im Landgericht zu Wörbzig, Anhalt, 28. November 1156 urkundlich (vergl. Cod. dipl. anhalt., herausgegeben von v. Heinemann, Band I, S. 312 u. 425) zuerst erscheint und mit Hans von Wulffen, + vor 1177, Herrn auf Wulfen, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold ein springender, schwarzer Wolf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Wolf.« (S. 790, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
587 Wurmb
»Wurmb (Wurmb von Zink). Thüringischer Uradel, der mit Konrad Worm, eques, 1173 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Dietrich Worm um 1250 beginnt. - Wappen: In Blau ein goldener Lindwurm. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken der Lindwurm. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denjenigen der von Zink als „Wurmb von Zink“ für den jedesmaligen Nutznießer des Fideikommisses Witschersdorf, Berlin 5. April 1838. Wappen (1838): Geviert; 1 und 4 (Wurmb); 2 und 3 (Zink): in Silber ein rotes Stiergehörn mit silbernen Spitzen. 2 Helme; auf dem rechten (Zink) mit rot-silbernen Decken das Stiergehörn, der linke (Wurmb).« (S. 673 & 674, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
588 Wurmbrand
»Wurmbrand. Katholisch. - Niederösterreichischer Uradel, der mit Helmwig Wurmbrand zu Salloder (b. Gloggnitz, Bez. Neunkirchen, Niederösterr.) 25. Juli 1322 urkundlich (vergl. Prof. Hans v. Zwiedinek „Das Reichsgräfl. Wurmbrand'sche Haus- u. Familien-Archiv zu Steyersberg“, Graz 1896, Veröffentlichungen der histor. Landeskommision für Steiermark) zuerst auftritt und mit dessen Bruder Heinrich Wurmbrand zu Stuppach bei Gloggnitz die sichere Stammreihe beginnt. - Obersterblandküchenmeister im Herzogtum Steiermark 8. Januar 1578; Ererbung der Herrschaft Reitenau und Wappenvereinigung mit dem der von Zebingen um 1580 infolge der Heirat Matthias I., + 1584, mit Sibylla von Zebingen, von deren Söhnen die folgenden Linien stammen. - Reichsfreiherr Prag 17. Dezember 1607 (für die Brüder Ehrenreich, Friedrich, Rudolf und Matthias sowie ihre Vettern Melchior und Wolfgang Leonhard Wurmbrand). - I. (österreichische) Linie. Stammvater: Freiherr Ehrenreich, * 1558, + 1620. Siehe Hofkalender, II. Abteilung. - II. (steierische) Linie. Stammvater: Freiherr Rudolf, * 1567, + 1625. - Des Rudolf Enkel sind die Stammväter der beiden Äste. - Wappen (1682): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin auf goldener Blätterkrone ein schwarzer Lindwurm mit Stachelschwanz, der einen auf beiden Seiten brennenden natürlichen Ast im Rachen hält und aus dessen Ohren Feuerflammen hervorgehn (ähnlich Stammwappen), Hauptschild: 1 und 4 von Rot und Silber 4mal gespalten und die roten Felder mit je 3 übereinander liegenden 4eckig geschliffenen gold-gefaßten „Diamantsteinen“ belegt, die silbernen Felder geschuppt (Grafschaft Pernstein), 2 und 3 in Rot eine springende vorwärts-gekehrte natürliche Katze (+ v. Zebingen). 3 gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken; auf dem rechten ein von Silber und Rot 4mal gespaltener Flügel (Grafschaft Pernstein), auf dem mittleren der Lindwurm (Stammwappenhelm), auf dem linken die Katze, hier gold-gekrönt und sitzend (+ v. Zebingen).« (S. 692, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 103. Jg. 1930) 
 
589 Württemberg
»Haus Württemberg. Stammvater: Konrad von Wirtemberg (ehemaliges Schloß auf dem Rotenberg im württ. Neckarkreis) 1081-92; comes de Wirtemberg 1137; Erwerb der Grafschaft Urach 1260, der Grafschaft Calw um 1308, beziehungsweise 1345, der Stammesherrschaft der Herzöge von Teck 1325, beziehungsweise 1381; Ererbung der Grafschaft Mömpelgard (Montbéliard, Department Doubs) 1444; Graf Eberhard im Barte wird Herzog von Wirtemberg 31. Juli 1495; Entschädigung für die 1801 an Frankreich abgetretene Grafschaft Mömpelgard durch Ellwangen usw. 1803. Herzog Friedrich II. wird Kurfürst 27. April 1803, König 1. Januar 1806; die folgenden Linien stammen von fünf Söhnen des Herzogs Friedrich Eugen, * 21. Januar 1732, + 23. Dezember 1797, und seiner Gemahlin Friederike Sophie Dorothea Prinzessin in Preußen, Markgräfin zu Brandenburg-Schwedt, * 18. Dezember 1736, x 29. November 1753, + 9. März 1798. - Wappen (Stammwappen): In Gold 3 schwarze Hirschstangen übereinenader, die beiden oberen zu je 4, die unterste zu 3 Enden. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein gold-beschlagenes rotes Hifthorn, dessen Mundloch mit 3 rot-silbern-blauen Straußenfedern besteckt ist.« (S. 115, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
590 Würtzburg
»Würtzburg. Im Mannesstamme erloschen. Katholisch. - Fränkischer Uradel, der mit Herold, vicedominus zu Würzburg, 1140-42 und 1146 urkundlich (vergl. Mon. Castellana, S. 7/8, und Mon. boica Band XXIX. S. 246) zuerst erscheint; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Gebürg, zugehörig. - Bestätigung von Freiheiten und Vorrechten Nürnberg 8. September 1371 (durch Kaiser Karl IV. für Conrad [Conze] von Würzburg, Herrn auf Rothenkirchen); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 7. Dezember 1812. - - Wappen (Stammwappen): In Gold das Bruststück eines bärtigen Mannes in schwarzer Kleidung, mit silbernem Aufschlag und silbern-gestulpter, nach hinten abhängender und an ihrer Spitze mit einem roten Stern besetzter schwarzer Mütze. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Pfauenwedel zwischen je 2 golden-schwarzen, bzw. schwarz-goldenen Straußenfedern.« (S. 661, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
591 Wuthenau
»Wuthenau. Märkischer Uradel, der seinen Namen von Wuthenow am Ruppiner See herleitet und mit Nicolaus de Wtonowe, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 16. März 1273 urkundlich (Orig. im Archiv zu Salzwedel, s. auch Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. A. XIV, 14) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 2 aufwärts-geschrägte rote Feuerhaken, überhöht von einem roten Sterne (auch im von Rot über Silber geteilten Schilde die Wappenbilder in gewechselter Farbe). Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot-gekleidete Jungfrau, die in jeder Hand einen roten Feuerhaken hält.« (S. 628, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
592 Wylich
»Wylich und Lottum. Evangelisch. - Nieder-Schlesien. - Freiherr 1608, Reichsgraf 20. Januar 1701, preußische Anerkennung 14. Juni 1701. - Dieses Geschlecht besaß früher das Erb-Kämmereramt im Herzogthum Cleve. - Besitz: das Burglehen Lissa im Kreis Neumarkt, bestehend aus den Dörfern Lissa, Rathen, Klein-Heydau, Muckerau, Marschwitz und Wohnwitz. - Wappen: quadrirt; 1 u. 4 in Silber ein rother Sparren, unten von einem dergleichen Ring begleitet (wegen Wylich); 2 u. 3 in Gold ein rothes Kreuz, mit neun goldenen Kugeln belegt (wegen Lottum).« (S. 477, Gotha. Genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser, 28. Jg. 1855) 
 
593 Zadow
»Zadow. Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, eines Stammes und Wappens sowie im Lehnsverhältnis mit den 1285 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch III, S. 550) auftretenden von Güntersberg, der nach dem im heutigen westpreußischen Kreis Deutsch-Krone gelegenen Stammhause Zadow den Namen annimmt und unter diesem mit Henning von Zadow (Zadawen) 1402 urkundlich (Staatsarchiv Königsberg i. Pr., Preuß.-deutsch. Ordensarchiv XIV, Nr. 100) zuerst erscheint. - Wappen: In Rot ein mit 3 schwarzen Eberköpfen belegter silberner Schräglinks-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 6 schwarze Hahnenfedern (auch ein schwarzer Eberkopf mit den Hahnenfedern besteckt).« (S. 681, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
594 Zandt (Spitzen)
»Zandt. Katholisch. - Bayerischer Uradel mit den Stammburgen Zant im Regental, Vilstal und Altmühltal, der mit Oudalricus Zant, suevus, auf Schwaben a. d. Sempt 25. Mai 1075 urkundlich (Mon. boica 7 p. 45 [Mon. bened.-burana Nr. 1]) zuerst erscheint. - Wappen (Stammwappen): In Blau 2 bis zur Mitte des Schildes aufsteigende silberne Spitzen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 611, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
595 Zandt von Merl
»Zandt von Merl. Katholisch. - Uradel des Modelgaus, der mit Erfo und Wernerus de Merle, laici, 1120 urkundlich (s. Mittelrhein. Urk.-Buch I, Nr. 442) zuerst erscheint, während der Name Zant mit Werner Zant (Zhant), Bruder des Ritter Friedrich Vogts von Merle, 1271 erstmalig erwähnt wird. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Friedrich von Zant, Ritter 1292, + vor 1311. Das Geschlecht, als Erbvögte von Merle und im Hamm auftretend, gehörte der Reichsritterschaft am Rhein seit deren Begründung (1577) an und kommt bereits Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Freiherrentitel vor. - Wappen (ältestes Siegel des Friedrich Vogt von Merle von 1271): In Rot 3 (2, 1) gold-gekrönte, silberne Löwen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein sitzender, rechtsgekehrter, gekrönter, silberner Löwe.« (S. 793, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
596 Zanthier
»Zanthier. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel, seiner Überlieferung nach pommerellischer Herkunft (Burg Zanthier a. d. Weichsel 1245 als erbaut erwähnt), der mit Erhard Zcanthir 25. Juli 1404 urkundlich (vergl. Regesten der Urk. des Herzogl. Haus- und Staatsarchivs zu Zerbst aus den Jahren 1401-1500, herausgegeben von Dr. Wäschke, Archivrat, Dessau, 1909) unter den Mannen des Grafen Albrecht von Anhalt zuerst erscheint und sich in Sachsen, Vor- und Hinterpommern ausbreitete. - Wappen: In Rot ein mit 3 natürlichen Zanderköpfen belegter silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete, nach außen gekrümmte natürliche Zander.« (S. 632, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
597 Zastrow
»Zastrow (Zastrow gen. von Küssow). Evangelisch und katholisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Greifswald, der mit Conrad von Zastrow 1270 urkundlich (vergl. Dähnert, Pomm. Bibliothek, Band III, S. 411) zuerst erscheint und in vier Stämmen blüht, deren Zusammenhang nur von Stamm A und B näher feststeht. - Wappen: In Silber eine entwurzelte 5blättrige grüne Staude. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken die Staude zwischen 2 silbernen Büffelhörnern. Der Stamm D (Dargeroese) führt auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine wachsende Jungfrau in von Silber und Blau gespaltenem Gewande und mit einem Kranz auf dem Haupte, in der Rechten einen Lorbeerkranz haltend, die Linke in die Hüfte gestemmt. - - Preußische Genehmigung zur Führung des Namens „von Zastrow gen. von Küssow“ Berlin 15. August 1801 (für Friedrich von Zastrow, vormals Herrn auf Klein-Küssow, Königl. preuß. Rittmeister a. D.).« (S. 631 & 639, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
598 Zedlitz
»Zedlitz. Evangelisch. - Uradel des Pleißenlandes mit gleichnamigem Stammhause bei Borna (1191 als ministeriales imperii genannt), der mit Henricus de Cedelic, nobilis vir, 1277 urkundlich (sächs. Staatsbibliothek Dresden, Acta Bosavia 56) auftritt und Anfang des 14. Jahrhunderts in Schlesien erscheint. Die Stammreihe wird auf Dietrich von Cedelicz, 4. Dezember 1316 urkundlich erwähnt, zurückgeführt. - Wappen: In Rot eine unten abgerundete silberne Schwertgurtschnalle, deren Dorn gebrochen ist. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein offener mit Blutstropfen besprengter silberner Flug.« (S. 630, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 32. Jg. 1933) 
 
599 Zedtwitz
»Zedtwitz. Evangelisch-lutherisch. - Fränkischer Uradel, der mit Berthold von Zedtwitz 13. Oktober 1288 urkundlich (vergl. Regesten der von Zedtwitz, von Heinrich Gradl, Stadtarchivar zu Eger, abgedr. als Sonderdruck in der Vierteljahrsschrift für Heraldik usw., herausgeg. vom Verein „Herold“, Berlin 1884, S. 20-72) zuerst erscheint; der fränkischen Reichsritterschaft zugehörig. - Wappen (Stammwappen): Von Silber, Rot und Schwarz geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Spitzhut mit Knopf zwischen 2 von Silber, Rot und Schwarz geteilten Büffelhörnern.« (S. 621, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
600 Zehmen
»Zehmen. Evangelisch-lutherisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Leipzig (1596 verkauft), der mit Fridericus de Cemin als Zeugen des Markgrafen Dietrich 31. März 1206 urkundlich (Orig. im sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden, vergl. Cod. dipl. Sax. reg. II, 5, S. 70) zuerst erscheint und mit Thimo von Zehmen, Ritter, um 1400 die Stammreihe beginnt. Das bis in die neueste Zeit in der Gegend des Stammgutes angesessene Geschlecht verzweigte sich nach dem Altenburgischen (1598-1728), Anhalt (1445-1739), Brandenburg (1412-1600), Westpreußen (1460-1636), Bayern (1709-1821). - Wappen: Im schwarz-silbern geschachten Schilde 2 blaue Balken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 5 (schwarz, silbern, blau, silbern, schwarz) Straußenfedern.« (S. 683, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 

    «Zurück «1 ... 8 9 10 11 12 13 Vorwärts»