Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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201 Falckenberg
»Falckenberg. Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel, der mit Gerardus de Valkenberg 2. September 1258 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. I, S. 205) zuerst erscheint und schon 1336 Zachow, Kreis Königsberg in der Mark, und 1337 Cladow, Kreis Landsberg, und Neuenburg, Kreis Soldin, besaß. Die Stammreihe beginnt mit Hans Christoph von Falckenberg, um 1500, Herrn auf Schönermarck. - Wappen: Unter rotem Schildeshaupte darin 2 goldene Blätterkronen nebeneinander, von Blau und Silber in 3 Reihen, jede zu 5 Feldern, geschacht. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbern-roten Decken ein mit einem wie der Schild bezeichneten Schildchen belegter silberner Flug. - Eine schwedische Linie (Wappen: Von Rot und Silber geschacht, ohne Schildeshaupt), die mit Diedrich von Falkenberg, 1450 Herrn auf Schönermarck bei Angermünde, zuerst auftritt, erlangte den schwedischen Freiherrenstand 17. April 1733, introduziert 1775, und den schwedischen Grafenstand 27. Dezember 1778, introduziert 1779, und blüht in Schweden in dem freiherrlichen Aste Falkenberg af Trystorp und dem gräflichen und adeligen Aste Falkenberg af Balby.« (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
202 Falkenhayn
»Falkenhayn. Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Stifte Wurzen, der mit Rudolfus de Falckenhayn 1216 urkundlich (s. Urk.-Buch des Hochstiftes Merseburg, T. 1) zuerst erscheint und später in zwei Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht und von denen der eine früh nach Schlesien kam. Die nachgewiesene Stammreihe beginnt mit Balthasar von Falkenhayn, Fürstlich liegnitzischem Oberküchenmeister 1504. - Wappen (nach Beschluß des Geschlechtsverb. Berlin 11. Okt. 1930): In Silber ein rotes Jagdhorn. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das rote Jagdhorn vor 5 natürlichen Reiherfedern.« (S. 191, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
203 Falkenstein
»Falkenstein. Evangelisch und katholisch. - Ostfränkischer Uradel, auch Vasman genannt, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nach dem Vogtlande und dort in den Besitz der Burgen Falkenstein und Dobeneck bei Plauen kam, deren Namen die Söhne Meinhelms, Johann und Berthold, um 1250 annahmen und damit die Begründer der beiden Geschlechter wurden. Die Stammreihe beginnt mit dominus Johannes de Valkenstein 25. Juli 1279 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden und Berthold Schmidt, Regesten für das Fürstentum Reuß). - Wappen a. (Stammwappen): Im Schild eine Helmkappe mit verschlungenem Sturmband. b. (seit dem 15. Jahrh.): In Gold ein mit Hermelin verbrämter roter Spitzhut mit goldenem Knopfe, besteckt mit 5 schwarzen Hahnenfedern. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken der Hut.« (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
204 Feilitzsch
»Feilitzsch. Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, eines Stammes mit den von der Heydte, von Röder und von Zedtwitz, mit gleichnamigem Stammhause bei Hof, der mit Peter von Veiltsch, Komtur des Deutschen Ordens in Schleiz, 1. Mai 1365 urkundlich (abgedr. bei Schmidt, Urk.-Buch der Vögte von Weida, Band II, S. 139) zuerst erscheint. Der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Vogtland, zugehörig. Die Namensform wechselte zwischen Veilcz, Veilsch, Feiltsch, Filcz und seit dem 14. Jahrhundert Feilitzsch. - Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 19. Mai 1847. - Wappen (Stammwappen): Von Silber, Rot und Schwarz geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-silbernen Decken ein hoher, wie der Schild geteilter Spitzhut mit goldenem Knopf zwischen offenem gleichfalls geteiltem Fluge.« (S. 122, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
205 Festenberg gen. Packisch
»Festenberg gen. Packisch. Evangelisch und katholisch. - Schlesischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Polnisch-Wartenberg, der mit Heynzco gen. von Festinberch, Herrn auf Karzin (Kerzen) 9. September 1321 urkundlich (Orig. im Großprioratsarchiv zu Prag) zuerst erscheint und später in drei Stämmen (einer erloschen) auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. 1503 tritt zuerst der Beiname, von Georg von Festenberg-Bakosch geführt, auf. - Wappen: In Blau ein springender, von Rot und Silber geschachter Steinbock. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Steinbock wachsend.« (S. 134, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
206 Finckenstein
»Finck von Finckenstein. Reformiert. - Preußischer Uradel, dessen Vorfahren in den mit Nicze von Roghusen 13. August 1388 urkundlich (Geh. Staatsarchiv Berlin, Rep. 96 B 10, fol. 393c) erwähnten Vorbesitzern von Roggenhausen (bei Gr.-Schläfken, Amt Neidenburg) zu erblicken sind; das Geschlecht tritt unter seinem jetzigen Namen mit Michel Fincke 1451 urkundlich (Staatsarchiv Königsberg, fol. 431) zuerst auf, welcher 2. März 1452 als „von Rogoßen“ und 20. März 1474 als „Finck von Roggenhausen“ (a. a. O. Adelsarchiv von Finck) bezeichnet wird. - Reichsgraf Wien 4. Febr. 1710 (unter anderen für Albrecht Konrad Reinhold, Königl. preuß. Generalfeldmarschall - A. - und seinen Geschlechtsvetter Ernst - B.); preußische Anerkennung Berlin 11. April 1710 (für dieselben). - Wappen (1710): Geviert und belegt mit blauem Herzschild, darin 2 voneinander abgewendete, sich berührende goldene Halbmonde, überhöht von achtstrahligem goldenen Stern (Stammwappen); 1 und 4 in Rot ein silberner Balken, das ganze Feld belegt mit einem aufgerichteten rechtsgewendeten schwarzen Löwen, 2 und 3 in Blau eine goldene Blätterkrone. Grafenkrone und 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-goldenen Decken die Halbmonde und der Stern (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-silbernen Decken ein schwarzer Doppeladler.« (S. 214, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
207 Flemming
»Flemming. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit miles Henricus Flemingus zu Havelberg 1209 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A, III, S. 91) zuerst erscheint und mit Thamm von Flemming, Marschall von Pommern, die Stammreihe beginnt. Schloßgesessen in Pommern seit 1281; Erblandmarschälle von Hinterpommern seit dem 14. Jahrhundert. - Wappen: In Blau ein springender silberner Wolf mit rotem Rad in den Pranken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein Pfauenwedel.« (S. 138, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
208 Flotow
»Flotow. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amte Penzlin, der mit Adolfus de Vlotowe 1211 urkundlich (s. Würdtwein, Subsidia dipl. Band VI, 370) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Andreas von Flotow, 1477-85, Herrn auf Stuer und Woldzegarten, Amtshauptmann zu Plaue, beginnt. - Wappen: In Rot ein gemeines, silbernes Kreuz (erscheint früher auch als Andreaskreuz und als Ankerkreuz), bewinkelt von 4 goldenen Ringen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine Taube mit goldenem Ringe im Schnabel zwischen 2 von Silber und Rot übergeteilten, oben durch einen grünen Kranz verbundenen Hörnern.« (S. 195, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
209 Fölkersam
»Fölkersam(b) (Voelckersahm). Evangelisch und griechisch-katholisch. - Niedersächsischer Uradel, nach dem Orte Volkersem (jetzt Völksen bei Springe) benannt, der mit Heinricus de Volckersen 1244 urkundlich (Kalenberger Urk.-Buch, Lockum Nr. 100) auftritt und Ende des 14. Jahrhunderts bereits in Livland eingewandert sein muß. Die sichere Stammreihe des kurländisch-deutschen Stammes beginnt mit Johann von Fölkersam, * um 1480, tot 1557, der das Waldhausensche Jahrgut im Rossittenschen besitzt, seit 1519 mit Kalkuhnen belehnt. Die Namensform wechselte zwischen Volkersem, Volckersen, Volkersheim, Volkersen, Voelkersam, Föl(c)kersamb, Folgersam und Voelkersa(h)m. - Wappen: a) Ursprünglich: 4speichiges Wagenrad, dessen unterste Speiche mit dem daranhängenden Felgenstück fehlt; b) später: In Silber ein 12speichiges, rotes Wagenrad, dessen oberste (12.) Speiche nebst dem daranhängenden Felgenstück fehlt (das Rad vielfach auch ganz, 12- bzw. 8speichig und blau oder golden); c) jetzt: In Silber ein 5speichiges rotes Rad, dessen oberste Speiche nebst Felgenstück fehlt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender, laubumgürteter und -umkränzter, grauhaariger und -bärtiger wilder Mann, auf der rechten Schulter (mit beiden Händen gefaßt) einen ausgerissenen, doppelwipfeligen, grünen Laubbaum tragend.« (S. 116, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941) 
 
210 Frankenberg
»Frankenberg. Evangelisch und katholisch. - Schlesischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Frankenstein im Fürstentum Münsterberg, der mit Henricus de Frankenberc als Zeugen des Markgrafen Dietrich von Meißen Dresden 31. März 1206 urkundlich (Regesten des Breslauer Staatsarchivs) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Bernoldus um 1280, in Schlesien, + 1321, Rat des Herzogs Boleslaus in Schweidnitz. - Wappen: In Gold 3 (2, 1) rote Ziegelsteine. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein rechtshin sitzender, natürlicher Fuchs mit 3 silbernen und 3 schwarzen Hahnenfedern im Fang.« (S. 241, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
211 Frese
»Frese. Evangelisch. - Bremischer Uradel, der mit Gerhardus Friso, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Juni 1222 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover, abgedr. bei Ehmck und v. Bippen, Brem. Urk.-Buch I, Nr. 125) zuerst erscheint. - Wappen: In Blau ein silberner Helm, darauf 3, je mit einer silbernen Straußenfeder besteckte, rote Kugeln. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken die 3 Kugeln mit den Federn.« (S. 191, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
212 Freyberg
»Freyberg. Katholisch. - Schwäbischer Uradel, der 1237 urkundlich (Württ. Urk.-Buch, Band VIII, S. 16) zuerst erscheint und schon früh in verschiedenen Stämmen auftritt. - Wappen (Stammwappen): Geteilt, oben silbern ohne Bild, unten in Blau 3 (2, 1) goldene Kugeln (auch als Dotter angesprochen). Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 5 silberne Straußenfedern.« (S. 164, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
213 Freytag
»Frydag (Freytag-Loringhoven). Evangelisch. - Westfälischer Uradel, der mit Sifridus Vritach 1196 urkundlich (s. Urk.-Buch zur Gesch. des Reg.-Bez. Koblenz und Trier, Band II, Nr. 160, Orig. im Prov.-Archiv von Koblenz) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Diedrich Vrydag, 1360-1411, beginnt. - Wappen (Stammwappen): In Blau 3 (2, 1) silberne Ringe. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener je wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 141, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
214 Friesen
»Friesen (Friesen gen. von Leyßer, Friesen-Miltitz). Lutherisch. - Uradel, der vermutlich aus dem Oberelsaß stammt, mit Stephan von Friesen 1388 urkundlich (Orig. im bayer. Hauptstaatsarchiv München, abgedruckt in Mon. Zoller., Band V, S. 222, Nr. CCXIII) zuerst unter den Dienstmannen des Burggrafen Friedrich von Nürnberg erscheint und 1425 in der Gegend von Schleiz auftritt. Die sichere Stammreihe beginnt mit Karl von Friesen, Herrn auf Kauern bei Ronneburg, 1488. - Reichsfreiherr Regensburg 15. August 1653; kursächsische Anerkennung 13. April 1657 (beides für Heinrich von Friesen, Kurfürstl. sächs. Geheimen Rat und Kanzler, und seine Söhne). - Wappen (1653): Geviert mit gespaltenem silbernen Herzschild belegt, darin rechts am Spalt die Hälfte eines 8strahligen roten Sternes, links ein zunehmender roter Halbmond (Stammwappen); 1 und 4 in Gold einwärts ein gekrönter schwarzer Adler, 2 und 3 in Silber 3 (1, 2) rote Rosen an grün-blättrigen Stielen. 3 gekrönte Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken; auf dem rechten der Adler wachsend, auf dem mittleren die Sterneshälfte und der Halbmond aufwärts-gekehrt und an den beiden Hörnern mit je einer Pfauenfeder besteckt (Stammwappenhelm), auf dem linken 5 (rot, silbern, rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 169, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
215 Fugger
»Fugger. Katholisch. - Das der Überlieferung nach aus dem Dorfe Graben auf dem Lechfelde stammende schwäbische Geschlecht wanderte mit Hans Fugger, Weber, 1367 urkundlich (Stadtarchiv Augsburg, Steuerbücher) in Augsburg ein, der 1370 das Bürgerrecht daselbst erwarb. - Wappenbrief 1473 (durch Kaiser Friedrich III. für die Söhne des Jakob Fugger, Begründers der bedeutenden Fuggerschen Handelsgesellschaft); Erwerbung der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaft Weißenhorn (bayer. Reg.-Bez. Schwaben) 1507 (durch den jüngsten der obigen Söhne Jacob Fugger „den Reichen“, + 1525 ohne Nachkommen, Kais. Rat, Bankier, Großkaufmann und Industriellen [Reichsadel 3. Mai 1511, Reichsgraf 17. Juli 1514]); Reichsgraf Augsburg 14. Dezember 1530 (für die Söhne des Georg Fugger, Raimundus und Antonius, die die folgenden Linien stifteten); ungarischer Adel Wien 29. August 1535 (für dieselben). - Wappen (1473): Im von Gold und Blau gespaltenen Schilde je eine Lilie verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken eine blau-golden gespaltene Lilie zwischen 2 golden-blauen Büffelhörnern.« (S. 185, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
216 Funck
»Funck. Evangelisch. - Baltisches Adelsgeschlecht, das seine Abstammung auf Borchard (Bernhard) Funke, der 13. Juli 1407 urkundlich vom Ordensmeister mit 4 Haken Landes in Kurland belehnt erscheint, zurückführt, während mit Jakob von Funck, tot 1592, die sichere Stammreihe beginnt. - In die I. Klasse der kurländischen Adelsmatrikel 30. Juli 1631 eingetragen. - Wappen: In Silber 5 (2, 3) rote Flammen. Auf dem gekrönten Helme 3 (1, 2) rote Flammen zwischen offenem rot-silbernen Fluge.« (S. 135, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 85. Jg. 1935) 
 
217 Fürstenberg (2 Balken)
»Fürstenberg. Katholisch. - Westfälischer Uradel, der von der erzstiftisch-kölnischen Landesburg Fürstenberg bei Neheim, Kreis Arnsberg, den Namen trägt und unter diesem mit Hermannus de Vorstenberg 1295 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 2334) zuerst erscheint, aber höchstwahrscheinlich aus dem + westfälischen Uradelsgeschlecht von Binolen mit gleichnamigem Stammhause bei Balve, Kreis Arnsberg, hervorgegangen ist, das mit dem Ritter und erzstiftisch-kölnischen Ministerialen Antonius de Binolen 1233 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 413) auftritt. - Reichfreiherr Wien 26. April 1660 (für die Brüder Dietrich-Kaspar, Friedrich, Wilhelm, Ferdinand, Franz und Johann-Adolph von und zu Fürstenberg); Wappenvereinigung mit dem der + edelfreien von Grafschaft Wien 20. Mai 1660. - Wappen (1660): Geviert; 1 und 4 in Gold 2 rote Balken (Stammwappen), 2 und 3 in Gold 2 rote Pfähle (+ v. Grafschaft). Freiherrenkrone und 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten 2 mit je 2 roten Balken belegte goldene Federn (Stammwappenhelm), auf dem linken 2 an den Mündungen mit je einer natürlichen Pfauenfeder besteckte goldene Büffelhörner (+ v. Grafschaft).« (S. 176, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
218 Fürstenberg (Adler)
»Fürstenberg. Katholisch. - Schwäbisches edelfreies Geschlecht, das mit Egino comes de Urahe (Urach, Burg u. Stadt, Württemb.) um 1070 urkundlich (s. Fürstenberg. Urk.-Buch, Band I, 29, Tübingen, Laupp, 1877) zuerst erscheint; Ererbung der Zähringischen Besitzungen in der Baar usw. 18. Februar 1218; Graf von Vurstenberc (Fürstenberg im bad. Kr. Villingen) 1250 (s. Fürstenberg. Urk.-Buch, Band I, 427); Landgraf in der Baar 18. Januar 1283 (s. a. a. O., Nr. 582); Erwerbung (infolge von Heiraten) der Grafschaft Heiligenberg sowie der Herrschaften Jungnau und Trochtelfingen (Hohenzollern) 1534, der Herrschaften Mößkirch und Gundelfingen 1627, der Landgrafschaft Stühlingen und der Herrschaft Hohenhöwen 1639; Erbverträge 1576, 1699 und 1803. - Großes Palatinat Wien 13. März 1627 bzw. 10. November 1642; Reichsfürst für die (10. Okt. 1716 +) Heiligenberger Linie Straubing 12. Mai 1664, Übertragung desselben auf die (7. Sept. 1744 +) Mößkircher Linie und auf die Stühlinger Linie (s. u.) Wien 10. Dezember 1716; Besitzteilung 29. Juli 1755 unter den Söhnen des Prosper Ferdinand Landgrafen zu Fürstenberg-Stühlingen, * 12. September 1662, + 21. November 1704, die die folgenden Linien stifteten. - Wappen (Stammwappen): Innerhalb blau-silbernen Schildesrandes im sogenannten Wolkenschnitt, in Gold ein blau-bewehrter roter Adler. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein rotes Kissen, darauf ein silberner Ballen.« (S. 181, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
219 Gabelentz
»Gabelentz (Gabelentz-Linsingen). Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Crimmitzschau im Pleißener Lande, der mit Godescalcus (miles de Gabelizo) pater Sigifridi et Baderi de Jabelince 1106 urkundlich (Kopiale des Klosters Nienburg, Anhalt. Staatsarchiv Zerbst) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Theodoricus de Gabelence 1273 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) beginnt. - Wappen: In Silber eine absteigende, eingebogene, mit einem 3zinkigen silbernen Gabeleisen belegte rote Spitze. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein offener, von Rot über Silber geteilter Flug.« (S. 194, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
220 Gablenz
»Gablenz. Evangelisch. - Niederlausitzischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im heutigen Kreise Sorau, der mit Heinricus de Gabelenze 1221 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Heinrich von Gablenz, 1432, Herrn auf Friedersdorf, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein roter Balken vor 2 nebeneinander aufgerichteten 3zinkigen, schwarzen Gabeln an goldenen Stielen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Gabeln aufwärts geschrägt.« (S. 195, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
221 Gadenstedt
»Gadenstedt. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amt Peine (Hildesheim), der mit Bartoldus de Godenstede, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1264 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover) zuerst erscheint. - Wappen: In Gold ein schwarzer Pfahl. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein offener, je mit dem schwarzen Pfahl belegter goldener Flug.« (S. 140, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
222 Gadow
»Gadow. Lutherisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Wittstock, Prignitz, der mit Henning von Gadow 1333 urkundlich (vergl. Kopialbuch der Vogtei Landsberg, fol. 23, Nr. 2) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Christoph von Gadow, Herrn auf Protzen, um 1525. - Wappen: In Blau 3 silberne (goldene?) Fische übereinander. Auf dem Helme mit blau(rot?)-silbernen Decken 3 rote Gartenlilien (3 gestürzte Fische ursprünglich).« (S. 204, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
223 Gaffron
»Gaffron und Oberstradam (Gaffron-Kunern). Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Ritter Janco von Gavron 17. Juli 1329 urkundlich (Staatsarchiv Breslau, vergl. Cod. dipl. Siles. XXII, Nr. 4848, 327-33) zuerst erscheint und als Stammhaus das im Kreis Groß-Wartenberg gelegene Gaffron betrachtet. Nach einer bei Polnisch-Wartenberg gelegenen Besitzung Oberstradam nahm das Geschlecht diesen Namen hinzu. - Wappen: In Rot 2 nebeneinanderstehende schwarze Büffelhörner. Auf dem Helme mit schwarz-roten Decken 3 (1, 2) aus Pfauenfedern gewundene Kränze.« (S. 141, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
224 Gagern
»Gagern. Evangelisch. - Rügenscher Uradel mit dem (1232 Gawarne genannten) Stammhause Gawern (später Gagern) im Kirchspiel Gingst auf Rügen, der mit Henneke de Gawere 1290 urkundlich (vergl. F. Fabricius, Das älteste Stralsunder Stadtbuch [1270-1370], Berlin 1872, S. 142) zuerst erscheint und seine Abstammung auf den Knappen Pribe Gaware 6. Januar 1316 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch V, S. 246) zurückführt. Der Name wechselte zwischen Gawarn, Ghaweren, Gaweren, Gawern und Gagern. - Wappen: Im von Silber und Schwarz (oder Blau) schrägrechts geteilten Schilde ein pfahlweise stehender Doppelhaken verwechselter Farbe. Auf dem schwarz-blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 3 (silbern, schwarz [blau], silberne) Straußenfedern.« (S. 144, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
225 Galen
»Galen. Katholisch. - Westfälischer Uradel mit gleichnamigem ehemaligen Stammhause (jetzt Ruine) im Dorfe Gahlen an der Lippe bei Hervest-Dorsten, der mit Hermann von Galen 1138-46 urkundlich (vergl. Lacomblet, Urk.-Buch f. d. Gesch. d. Niederrheins, Band I, Nr. 355) zuerst erscheint und mit Wessel 1264 die Stammreihe beginnt. - Reichsfreiherr Wien 24. Juli 1665 (für Heinrich von Galen, Herrn auf Assen, Bisping usw.); Wappenbesserung Wien 13. Januar 1670; Bestätigung derselben Wien 19. November 1705; preußischer Graf Berlin 10. Juli 1803 (für Clemens August Freiherrn von Galen, Erbkämmerer im Fürstentum Münster). - - W. (1803): Geviert; 1 und 4 in Gold 3 (2, 1) aufrecht stehende doppelte rote Wolfshaken (Stammwappen), 2 und 3 in Silber ein links-gewendeter, mit dem Barte nach oben gestellter goldener Schlüssel (Erbkämmerer). Grafenkrone und 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten der Stammwappen-Schild zwischen einem rechts goldenen, links roten offenem Adlerfluge, auf dem linken ein silber-bekleideter Arm, in der Hand den Schlüssel haltend (Erbkämmerer).« (S. 232, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
226 Gamm
»Gamm. Evangelisch-lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel wendischer Abstammung, eines Stammes mit den + Grube (gleichfalls castellani de Guztrowe) und + Swartepape, der mit Heinricus de Gamma, (Sohn des Jaromir de Gamme) dapifer curiae (Hoftruchseß) des Heinrich Borowin II., 24. Juni 1218 urkundlich (s. Mecklenb. Urk.-Buch, I. Band 1. S. 244), zuerst erscheint und später als „castellanus de Guztrowe“ und „nobilis slavicus“ bezeichnet wird. Die Namensform wechselte zwischen Gamma, Gamme, Gambe, Gamba (altslawisch gaba = Mulde) und Gamm. - Dänische Naturalisation 10. Juli 1776 (für Christoph Otto Baron von Gamm). - Wappen: In Silber (seit 18. Jahrh. bis 1918 in Blau) 3 schrägrechts gestellte 8eckige rote Sterne. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein an den Spitzen mit je einem Pfauenwedel besteckter 8eckiger roter Stern zwischen 2 gold-eingefaßten und bequasteten, auswärts gestellten blauen Standarten (diese erst seit dem 17. Jahrh.).« (S. 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
227 Garmissen
»Garmissen. Lutherisch. - Hildesheimischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause, der mit Heyno de Garmsen 1042 urkundlich (s. Annal. Corb. bei Leibniz, Scr. II, S. 304, und „Kunstdenkmäler der Prov. Hannover“, II, Hildesheim, Selbstverlag der Prov.-Verwaltung) zuerst erscheint und mit Hans von Germersen, 1212, Herrn auf Friedrichshausen, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 5 schrägrechts aneinandergereihte rote Rauten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, silberne) Straußenfedern.« (S. 147, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
228 Gaudecker
»Gaudecker. Evangelisch. - Uradel (eingeborene Edelinge) Ostpreußens, der seine Abstammung auf den Samländer Gedúne 1255 urkundlich (Petri de Dusburg, Chron. Rer. Pruss. I, S. 591, und Cod. dipl. Warm. II, S. 555) zurückführt. Mit Dietrich von Wargen gen. Cantayn 1375-1412 beginnt die ununterbrochene Stammreihe, während der Name Gaudecker (Gaudeko, + 1342) seit 1600 geführt wird. - Wappen: In Rot 3 im Schächerkreuz stehende silberne Stierhörner. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender silber-bewehrter schwarzer Stier.« (S. 197, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
229 Gellhorn
»Gellhorn (Wrochem-Gellhorn). Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Nickel Gelhor 12. März 1350 urkundlich (Breslauer Staatsarchiv, D. 390a fol. 230) zuerst erscheint und mit Georg von Gellhorn, 1422, 1477, Herrn auf Petersdorf, Hauptmann in Ohlau und Nimptsch, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau ein schwarzes Jagdhorn mit goldenen Beschlägen und Band. Auf dem Helme mit rechts blau-goldenen, links schwarz-goldenen Decken das Jagdhorn vor 3 blau-golden-schwarzen Straußenfedern.« (S. 199, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
230 Gemmingen
»Gemmingen. Schwäbischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kraichgau, Baden, eines Stammes mit den von Massenbach, der mit Hertlieb und Albert von Gemmingen 16. August 1233 urkundlich (Württ. Urk.-Buch, Band VI, S. 488) zuerst auftritt und mit Gerolt von Gemmingen 1359 urkundlich (Rep. Adel I, S. 74b im Staatsarchiv Stuttgart) siegelt. Die Stammreihe beginnt mit Hans von Gemmingen, 1256; der schwäbischen Reichsritterschaft, Kantons Kraichgau, zugehörig. - Immatrikuliert in Württemberg bei der Freiherrenklasse des ritterschaftlichen Adels. - Wappen (Stammwappen): In Blau 2 goldene Balken. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 198, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
231 Gentzkow
»Gentzkow. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Uradel des Landes Stargard, der mit „Her Ansim van Genzekow“ als Zeugen 15. Januar 1304 urkundlich (s. Mecklenburg. Urk.-Buch V, S. 142; Riedel, Cod. dipl. Brandenb., Band I, S. 254) zuerst erscheint. Der Name wechselte zwischen Genzekowe, Genczekow, Yenzekowe, Gentzekow und Jentzkow. - Wappen: In Silber ein entwurzelter, 3 grüne Blätter treibender natürlicher Eichenstumpf. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken 3 silberne Straußenfedern.« (S. 204, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
232 Gersdorff
»Gersdorff. Evangelisch und griechisch-katholisch. - Oberlausitzer Uradel, der in Verbindung mit dem gleichnamigen Stammsitze bei Quedlinburg 1155 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. II, 346) genannt wird und in der Oberlausitz mit dominus Christianus advocatus provinciae Gorlicensis dictus de Gerhardisdorf 25. April 1301 urkundlich (s. Cod. dipl. Lus. sup. I, 166) zuerst erscheint. - Wappen: Geteilt; oben Rot und unten von Silber und Schwarz gespalten. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-silbernen, links rot-silbernen Decken ein roter, mit 3 nach rechts gewendeten schwarzen und 3 nach links gewendeten silbernen Hahnenfedern besteckter Spitzhut mit rechts schwarzem und links silbernem Stulp.« (S. 264, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
233 Geusau
»Geusau. Evangelisch und katholisch. - Thüringischer Uradel mit dem Stammhause Geusa (1012 Guszua, 1017 Gusua), Regierungsbezirk Merseburg, der mit Gerlach von Geysaha, 1116 urkundlich (vergl. Schultes, Directorium diplom.), zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hans von Gusewe, 1423 Beisitzer (?) des Schöppengerichts in Hettstedt, und 1445 (unter der Namensform Geusau) Vermittler bei einem Vergleiche zwischen dem Kurfürsten Friedrich und dem Herzog Wilhelm von Sachsen wegen einer Ländergrenzscheide, beginnt. Der Name wechselte zwischen Geyso, Geysaha, Geisaha, Guzewe, Guzowe, Gusowe, Gusewe, Gusow, Güsow, Güsaw, Gusau, Güsau, Geuß, Geus, Gesau, Geussa, Geussau, Geusen, Geisa, Geisau, Geuße und Geusau. - Wappen: In Blau eine flugbereite silberne Gans. Auf dem Helme mit blau-silbernem Wulst und gleichen Decken die Gans mit geschlossenen Flügeln vor 3 grünen Schilfblättern.« (S. 148, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
234 Gilsa
»Gilsa. Evangelisch. - Hessischer Uradel aus dem gleichnamigen Dorfe im Schwalmgrunde bei Kassel, der mit Wigand von Gilsa 1224 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Marburg) zuerst erscheint und mit Johann, 1322-37, Ritter, Burgmann zu Jesberg, die Stammreihe beginnt. Das Geschlecht gehört zur Althessichen Ritterschaft. - Wappen: In Grün 3 silberne Querströme. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 204, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
235 Glasenapp
»Glasenapp. Evangelisch, katholisch und griechisch-orthodox. - Pommerscher Uradel, der seinen Namen dem Orte Glasenau, jetzt Wendhagen, Kreis Schlawe, entlehnt hat, mit Fredericus de Glasenapp 1278 urkundlich (vergl. „Beiträge zur Gesch. des schloßgesess. Geschlechts der Herren von Glasenapp“, Berlin 1884) zuerst erscheint und die Abstammung auf Wilkinus (Wallerinus, Wilhelm) von Glasenapp, + nach 1287, zurückführt. Schloßgesessen in Pommern seit dem 16. Jahrhundert. - Wappen: In Silber ein roter Sparren (1315), später (1409) begleitet von einem Mohrenkopf, auch (1505) mit einem solchen besetzt, und seit etwa 1600 endlich mit dem linken Schenkel auf einem einwärts sehenden Mohrenkopfe stehend. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Sparren mit Mohrenkopf wie im Schilde, besteckt an der Spitze mit 3 (silbern, rot, schwarzen) Straußenfedern und auf den Schenkeln mit je 3 Pfauenfedern.« (S. 206, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
236 Globig
»Globig (Globig-Weißenbach). Evanglisch. - Uradel des ehemaligen sächsischen Kurkreises, der mit Conradus de Globecke, miles 1301 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Ritter Bernt von Gluboc 1271 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold auf schwarzem Boden 3 nebeneinanderstehende grüne Schilfkolben. Auf dem schwarz-goldenen bewulsteten Helme mit gleichen Decken 7 grüne Schilfblätter.« (S. 207, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
237 Gloeden
»Gloeden. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Wichmannus Glode, miles, 28. Oktober 1276 urkundlich (s. Mecklenb. Urk.-Buch II, S. 549) zuerst erscheint und sich später in Brandenburg und Pommern ausbreitete. Die Stammreihe wird bis auf Rambert, Vater des obigen Wichmann, um 1226 (nach Lehsten, Meckl. Adel) zurückgeführt. - Wappen: In Silber ein blaues Gemshorn. Auf dem Helme mit blau-rot-goldenen Decken 2 auswärts gewendete, silberne Gemshörner.« (S. 208, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
238 Goertzke
»Goertzke. Evangelisch. - Brandenburgischer Uradel, der mit Jüris von Gortzeke 13. September 1377 urkundlich (Orig. im Geh. Staatsarchiv in Berlin, abgedr. bei Riedel, Cod. dipl. brandenb., Teil I, Band X, Nr. 153) zuerst autritt und die Stammreihe um 1400 beginnt. - Wappen: In Silber ein gold-bewehrter schwarzer Adlerkopf, besteckt mit 3 (rot, blau, roten) Straußenfedern (wahrscheinlich früher ein Falkenkopf mit federgeschmückter Kappe). Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken der Adlerkopf wie im Schilde.« (S. 209, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
239 Göler von Ravensburg
»Goeler von Ravensburg. Evangelisch und katholisch. - Schwäbischer Uradel, eines Stammes mit den von Mentzingen und von Helmstatt, der mit Bertoldus miles dictus Golere de Raphensberg 1247 urkundlich (Württ. Urk.-Buch IV, S. 147) zuerst auftritt und mit Rabeno dictus Goler de Rabinsberg 1287 urkundlich (Württ. Staatsarchiv, vergl. das abgebildete Siegel bei v. Alberti, Württ. Adels- und Wappenbuch) siegelt. Der schwäbischen Reichsritterschaft, Kanton Kraichgau, zugehörig. - Großherzoglich badische Bestätigung der Berechtigung zur Führung des Freiherrentitels Karlsruhe 24. April 1911. - Wappen (Stammwappen): In Silber ein flugbereiter, gekrönter schwarzer Rabe. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken der Kopf des Raben, über dessen Hals ein mit Granatblüten besteckter goldener Kamm läuft.« (S. 217, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932)  
 
240 Goltz
»Goltz. Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, der mit Arnoldus de Goltzen März 1297 urkundlich (Orig. im Geh. Staatsarchiv Berlin, abgedr. bei Riedel, Cod. dipl. Brandenb. XVIII, S. 215) zuerst erscheint und seit 1361 in zwei Stämmen auftritt. - Wappen: In Rot ein silberner Sparren. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 schwarze Hahnenfedern.« (S. 159, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
241 Görschen
»Görschen (Goerschen). Evangelisch. - Thüringischer (osterländischer) Uradel mit gleichnamigem Stammhause, dem heutigen Groß-Görschen (bereits 998 erwähnt) und Klein-Görschen bei Merseburg, der mit Conradus de Gorsne als Zeuge unter den nobiles 22. Juni 1186 urkundlich (vergl. Urk.-Buch des Hochstifts Merseburg I. T., S. 108, Nr. 130) zuerst erscheint und die Stammreihe mit nobilis vir Petrus de Görsene, miles 1271, beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Gorsne, Gorsene, Gorcene, Gorzene, Goresin, Gorssin, Chorzene, Korsne, Korsen(e), Gorzen, Gorsen (Gersen), Görsen(e) und Görschen (Goerschen). - Wappen: a) In Schwarz (Blau) ein schräggestellter silberner (goldener) Schlüssel mit nach oben gekehrten abwärts-gewendetem Barte. Auf dem Helme mit schwarz(blau)-silbernen(goldenen) Decken der Schlüssel aufrecht zwischen 2 mit je 6 schwarzen Hahnenfedern besteckten silbernen Köchern; b) von Silber (Gold) und Blau schrägrechts geteilt mit schräglinks liegendem silbernen (goldenen) Schlüssel. Auf dem Helme mit blau-silbernen(goldenen) Decken der Schlüssel aufrecht zwischen offenem silbernen (goldenen) und blauen Fluge; c) in Blau ein pfahlweis gestellter goldener Schlüssel mit nach oben gekehrtem linksgewendeten (rechtsgewendeten) Bart. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken der Schlüssel wie im Schilde zwischen 2 natürlichen Pfauenfedern.« (S. 156, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
242 Grabow
»Grabow. Evangelisch und katholisch. - Uradel der Priegnitz mit gleichnamigem Stammhause bei Wittstock, der mit Heinricus de Grabow 1144 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., A, III, S. 79) zuerst erscheint. - Wappen: Geteilt, oben in Blau ein wachsender goldener Löwe, unten von Rot und Silber geschacht. Auf dem Helme mit rechts rot-silbernen, links blau-goldenen Decken der wachsende Löwe.« (S. 165, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
243 Graevenitz
»Graevenitz. Evangelisch und griechisch-orthodox. - Altmärkischer Uradel mit dem Stammhause Grevenitz im heutigen Kreis Stendal, der mit Hennekinus de Grebenitz 1290 urkundlich (abgedr. bei Petr. Ludewig, Rel. manuscriptorum omnis aevi Diplomatum T. 1, S. 155) zuerst erscheint und um 1450 in zwei Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. Erbtruchsesse der Kurmark Brandenburg seit 1763. - Wappen: In Silber ein schrägrechts liegender, gestümmelter, roter Eichenast, aus dem nach oben 2, nach unten ein grünes Blatt sprießen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein querliegender, gestümmelter, roter Baumast, auf dem vor 3 aufwärts sprießenden, grünen Blättern ein natürlicher Greving (Dachs) schreitet.« (S. 286, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
244 Grape
»Grape (Grapen, Grap). Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Nicolaus Grope 29. Juni 1289 urkundlich (Pommersches Urk.-Buch, Band III, S. 79) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) schwarze Grapen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine schwarze Grape zwischen offenem schwarzen Fluge.« (S. 167, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
245 Greiffenberg
»Greiffenberg. Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Angermünde, der mit dominus Johannes miles de Grifenberg und seinem Bruder Godefridus 1261 urkundlich (vergl. Riedel, cod. dipl. Brandenb. A. 13, S. 210) zuerst erscheint; auf letzteren wird auch die Stammreihe zurückgeführt. - Wappen: In Silber ein blau-gehörnter roter Büffelkopf mit blauem Nasenring (ursprünglich ein Hirschkopf). Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender blau-bewehrter roter Greif zwischen 2 rot-silbernen Fähnlein.« (S. 168, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
246 Griesheim
»Griesheim. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause an der Ilm, der mit Widelo de Grizheim 1133 urkundlich (Orig. im Archiv in Rudolstadt, Akt 1133) zuerst erscheint und mit Kurt Apel von Griesheim, * 1548, + 1626, Herrn auf Griesheim und Dörnfeld an der Ilm, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold ein von 2 schwarzen Rosen überhöhter schwarzer Balken. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 2 von Gold und Schwarz übergeteilte, beiderseits mit Kleeblättern verwechselter Farbe besetzte Büffelhörner.« (S. 221, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
247 Groeben
»Groeben. Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Kalbe an der Saale, der mit Luiderus de Grebene 29. November 1140 urkundlich (Staatsarchiv Magdeburg, Cop. 341 IVa) zuerst erscheint und sich in 4 Stämme gliedert, deren Zusammenhang nicht näher feststeht und von denen einer erloschen ist. - Wappen: Gespalten; rechts in Silber eine aus dem Spalte wachsende, rote Adlerklaue, links in Blau aufrecht ein silberner Spieß. Auf dem Helme mit rechts rot-silbernen, links blau-silbernen Decken ein von Rot und Silber gevierter Pilgerhut.« (S. 293, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
248 Grone
»Grone. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigen Stammhause (der ehemaligen Kaiserpfalz b. Göttingen), der zu den Reichsministerialen gehörte und mit Thidericus de Grone 1216 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover, Kloster Michaelis, Hildesheim Nr. 27) auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Dietrich von Grone, tot vor 1253. - Wappen: In Silber eine von Rot und Gold in 16 Plätze gerautete Raute. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken die Raute.« (S. 302, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
249 Grote
»Grote (Grote zu Schauen). Lutherisch. - Lüneburger Uradel, der mit Heinricus de Luneb(urg) bzw. advocatus de Liunenburg 1162/63 urkundlich (Mecklenb. Urk.-Buch I, Nr. 74, bzw. Urk.-Buch des Bistums Lübeck I, Nr. 4) die Stammreihe beginnt, dessen Sohn als Otto dictus Magnus (Grote) dapifer (Truchseß), 1203-24, erscheint. - Preußische Bestätigung der Berechtigung zur Führung des Freiherrentitels Berlin 22. Januar 1912 (für das Gesamtgeschlecht). - - Wappen (1912 = Stammwappen mit dazwischen gestellter Freiherrenkrone): In Silber ein rot-gezäumtes schwarzes Roß. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein Busch schwarzer Birkhahnfedern.« (S. 237 & 239, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
250 Gruben
»Gruben. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Heinrich von Gruben, im Gefolge des Pfalzgrafen Heinrich (eines Sohnes Heinrichs des Löwen), 1208 urkundlich (vergl. Bilderbeck, Samml. Urk., Band II, 2. Stück, S. 140-41) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Woldemar; vermählt 1305 mit Armgard von Ketteler. - Wappen: a) (bis um 1305): In Gold 3 rote Rosen. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken eine rote Rose zwischen 2 schwarzen Federn; b) (seit 1305): In Silber ein schwarzer Kesselhaken (von Ketteler). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 rote Rosen (Helmzier seit dem 18. Jahrh. ein Eichstamm mit 2 in die Höhe stehenden grünen Blättern [ähnlich von der Decken]).« (S. 211, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 

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